Project no_face

von Dominik A. Meier

20180727 rezensionNachdem sich die Menschheit fast selbst vernichtet hat, leben die verbliebenen Menschen in einem Überwachungsstaat. Serena McCallen arbeitet als Ingenieurin für Menschenrechtsportfolios. In ihrer Freizeit programmiert sie illegale genveränderte Mods. Eines Tages trifft sie auf die fortschrittliche KI „project no_face“. Serena erkennt, dass ihre Welt so nicht weiter existieren kann.

Die Welt, in der Serena lebt, ist der reinste Moloch. Doch außer in dieser Stadt kann der Mensch nur noch in einzelnen Kolonien existieren. Zu Beginn lernt der Leser erst einmal Serena und ihre Freundin Nika kennen und bekommt einen Einblick in deren Leben. Sobald der Kontakt mit „project no_face“ stattgefunden hat, verändert sich alles.

Die gut ausgearbeiteten Figuren lassen den Leser emotional an den Geschehnissen teilhaben. Besonders die intensive Beziehung von Serena und Nika gibt dem Buch eine besondere Note. Die Umschreibungen von Stadt und Ödland lassen die Welt, in der diese leben, förmlich vor den Augen erscheinen.

Gestört hat mich jedoch, dass egal, in welche Schwierigkeiten die Charaktere geraten oder welche Probleme sich stellen, es immer sofort eine praktische Lösung gibt. Alles passte einfach zu gut ineinander, und Probleme sind schnell aus der Welt geschafft.

Der Schreibstil ist gut, und das Buch fliegt förmlich dahin. Ich empfehle diese Geschichte gerne weiter. Sie ist Teil der Reihe um das „Tumor-Universum“, kann aber ohne Vorkenntnisse gelesen werden.

Bitte beachten:

Meine Rezension bezieht sich auf eine ältere E-Book-Version, da ich das Buch im Dezember gelesen habe. Der Autor hat den Roman zwischenzeitlich überarbeitet.

Format: Kindle Ausgabe
Dateigröße: 1.729 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 504 Seiten
ASIN: B07KTCG2TX

4 von 5 Schmetterlingen
4 von 5 Schmetterlingen

Bereits gelesen:
» Tumor
» Maschinenengel (mittlerweile kein Teil der Reihe mehr)