Todesmal

von Andreas Gruber

20180727 rezensionDas BKA bekommt einen merkwürdigen Besuch. Eine Nonne behauptet, dass sie in den nächsten sieben Tagen sieben Morde begehen wird. Näheres möchte sie nur Maarten S. Sneijder mitteilen. Da dieser jedoch gerade gekündigt hat, versucht Sabine Nemez, genaueres zu erfahren. Doch die Nonne schweigt. Als der erste Mord passiert, kehrt Sneijder zurück. Weder er noch Nemez können ahnen, dass sie zu Figuren eines Spiels werden.

„Todesmal“ besitzt alles, was einen guten Thriller ausmacht. Von Beginn an ist es spannend und rätselhaft, eine unglaubliche Geschichte entwickelt sich. Während Sneijder und Nemez wie bei einer Zwiebel nur Schicht um Schicht der Lösung näherkommen, ist der Leser dank einiger Rückblicke ihnen immer einen Schritt voraus, und man möchte dem Team förmlich zurufen, in welche Richtung sie ihre Ermittlungen führen müssen. Trotz dieses Wissensvorsprungs gibt es immer wieder überraschende Wendungen.

Die Charaktere entwickeln sich weiter, behalten aber ihre liebgewonnenen Eigenschaften und Eigenheiten. Ich weiß, dass ich es bereits schon in einer anderen Rezension geschrieben habe, aber Maarten S. Sneijder ist eine meiner Lieblingsfiguren. Dieser Misanthrop ist eine wunderbare Figur, die alleine für sich betrachtet schon ein ganzes Buch füllen könnte. Er ist vielschichtig und erfrischend speziell.

„Todesmal“ ist der 5. Teil einer Reihe mit Sneijder und Nemez. Die Geschichte selbst ist abgeschlossen und kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Aufgrund der Entwicklung der einzelnen Figuren empfehle ich das Lesen in der entsprechenden Reihenfolge. Danke Andreas Gruber für ein fantastisches Kopfkino.

Verlag: Goldmann Verlag
Seiten: 592
1. Auflage Originalausgabe Sept. 2019
ISBN: 978-3-442-48656-4

5 von 5 Schmetterlingen
5 von 5 Schmetterlingen

Bereits gelesen:
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