Die Flut

von Arno Strobel

20180727 rezensionMichael hat seinem Kollegen Andreas versprochen, bei dessen Ausbau des Dachgeschosses des Ferienhauses auf Amrum zu helfen. Seine Freundin Julia begleitet ihn. Nach ein paar Tagen auf der Insel geschieht ein grausamer Mord. Eine Frau wurde im Sand eingegraben, ihr Mann in der Nähe festgebunden. Er muss hilflos mit ansehen, wie seine Frau in der aufkommenden Flut qualvoll ertrinkt.

Der Leser erhält Einblicke in die Gedankenwelt des Täters. Diese bietet im Laufe der Geschichte förmlich die nächste Spannungsstufe, zumal der Täter Spuren legt, denen die Polizei wie vorher geplant folgt. Der Täter hält sich für unbesiegbar und allen anderen, besonders den Ermittlern gegenüber, überlegen.

Die Spuren führen die Ermittler immer wieder zu Michael, der seine Unschuld nur schwer beweisen kann. Während des Lesens begegnen dem Leser noch viele weitere mögliche Täter, so dass es bis zum Schluss offen bleibt, wer dieser ist.

Viele gute Wendungen machen das Lesen zum Vergnügen. Gut ausgearbeitete Charaktere, die man förmlich vor Augen sieht, und eine Örtlichkeit, zu der diese bestialischen Morde einfach nicht passen wollen. Grausame Morde auf einer so schönen, friedlichen Insel?

Der Psychothriller verdient diese Bezeichnung zu Recht. Die Seiten fliegen nur so dahin, und bereits nach wenigen Stunden ist das Buch beendet. Aber nur das Buch, denn das Geschehene hallt noch lange in den Gedanken des Lesers nach, und die verursachte Gänsehaut geht nur langsam vorbei.

Verlag: FISCHER Taschenbuch
Seiten: 360
3. Auflage Juni 2016
ISBN: 978-3-596-19835-1

5 von 5 Schmetterlingen
5 von 5 Schmetterlingen