Brumm!

Eine schwarz/weiße Fabel für das postfaktische Zeitalter
von Helmut Barz

20200628 cover brumm
© Helmut Barz

Was ist ein Krafttier? Laut Schamanen besitzt jeder Mensch ein solches. Das von Dr. Urs A. Podini ist ein Panda. Durch Zufall entdeckt er sein Krafttier. Der Zufall führt Urs zur Boutique „Transitions!“. Dort findet er ein Pandakostüm. Nach dessen Kauf ändert sich sein Leben radikal.

Mit viel Humor beschreibt Autor Helmut Barz, wie aus Urs dessen Krafttier erwacht und die Regie über sein Handeln übernimmt. Denn Urs erlebt nach dem Kauf des Kostüms eine verrückte Sache nach der anderen. Er begegnet verschiedenen Gestalten, die oft merkwürdig, oft auch liebenswürdig sind. Die diversen Charaktere mit ihren Eigenheiten bereichern die Geschichte.

Zusammen mit Urs durchlebt der Leser Auf und Abs. Nie weiß man, was als nächstes passiert. Nur eines ist sicher, es wird immer skurriler. Das Unwissen über den weiteren Fortgang der Geschichte verleiht dem Roman eine gewisse Spannung, die an wenigen Stellen jedoch etwas schwächelt. Der Schreibstil ist gut, und die Figuren haben mich größtenteils auch emotional erreicht.

Immer neue Wendungen lassen die Geschichte nie langweilig werden. Ohne zu spoilern kann ich behaupten, dass ich mit einem Ende, wie es sich Helmut Barz ausgedacht hat, nicht gerechnet habe. Dem Autor ist es gelungen, mich zu überraschen. Keine meiner Vermutungen war zutreffend.

„Brumm – eine schwarz/weiße Fabel für das postfaktische Zeitalter“ regt an der ein oder anderen Stelle auch zum Nachdenken an. Mir hat es gut gefallen, und ich empfehle dieses Buch gerne weiter.

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Ich danke dem Autor Helmut Barz für die Zusendung dieses Rezensionsexemplars.

Der Roman hat in der Print-Ausgabe 432 Seiten (E-Book ISBN: 978-3969176085) und ist über die bekannten Online-Plattformen und den örtlichen Buchhandel zu beziehen.

4 von 5 Schmetterlingen
4 von 5 Schmetterlingen