Der Schmetterlingsjunge

von Max Bentow

20180727 rezensionEin neuer Fall erwartet den Berliner Kommissar Nils Trojan. Eine tote Frau liegt auf ihrem Bett, mit einem aufgemalten Schmetterling auf dem Rücken. Zwei Tage später gibt es ein nächstes Opfer. Der Mörder hinterlässt Hinweise, doch er scheint Trojan und dessen Team immer einen Schritt voraus zu sein.

Mit „Der Schmetterlingsjunge“ präsentiert Max Bentow einen gut gelungenen Psychothriller. Gemeinsam mit den Ermittlern versucht der Leser, die Botschaften des Mörders zu entschlüsseln. Dabei hat der Leser einen kleinen Vorteil. Er bekommt einige Hintergründe stückchenweise von dem Täter enthüllt.

Die Geschichte ist spannend und liest sich gut. Von „echten Wendungen“ der Geschehnisse kann aber nicht gesprochen werden, denn alles wird so enthüllt, dass es scheibenweise ans Licht kommt. In die Irre werden weder Leser noch Ermittler geführt. Doch auch ein solcher Psychothriller hat seinen Reiz.

Die Figuren haben mich emotional erreicht. Autor Max Bentow versteht es gut, den Leser in die Gedanken des Täters und dessen Vergangenheit eintauchen zu lassen. Wie konnte dieser zu einem Mörder werden, und was verbindet die Opfer? Wieso spielt der Täter mit der Polizei?

Dieser Psychothriller ist Teil der Reihe um Nils Trojan, kann aber ohne Vorkenntnisse gelesen werden, da der Fall abgeschlossen ist. Zwar spielt auch das Privatleben des Kommissars eine Rolle, aber es stört nicht, dass man diese vielleicht noch gar nicht kennt, da „Der Schmetterlingsjunge“ das erste Buch der Reihe ist, welches man gelesen hat.

„Der Schmetterlingsjunge“ ist ein gelungener Psychothriller, den ich gerne weiterempfehle.

Verlag: Wilhelm Goldmann Verlag
Seiten: 400
2. Auflage der Originalausgabe Juli 2018
ISBN: 978-3-442-20542-4

4 von 5 Schmetterlingen
4 von 5 Schmetterlingen