Der Mädchenmacher

von Michael Koglin

20180727 rezensionWie zu einem Festessen ist die Leiche von Karen Kreft auf einem Esstisch drapiert. Ihr Körper ist grausam zugerichtet. Polizistin Lina Andersen findet heraus, dass die Ermordete in Tierschutzkreisen aktiv war. Obwohl Andersen Streifenpolizistin ist, wird sie undercover in die Tierschutzgruppe eingeschleust. Bald gibt es ein nächstes Opfer, und auch Lina gerät in Gefahr.

Hier sei gleich gewarnt. Es gibt Szenen in diesem Buch, welche nichts für schwache Nerven sind, auch wenn die Geschichte an sich kaum große Spannung aufkommen lässt. Einige gute Wendungen lassen dies jedoch verzeihen. Neben Linas Ermittlungen erhält der Leser Einblicke in das Leben einer Frau, welche in Gefangenschaft gehalten wird. Ihr Wille und Psyche verschwinden nach und nach.

Der Schreibstil von Michael Koglin ist gut, und die Geschichte liest sich flüssig. Lina Andersen ist eine gut ausgearbeitete Figur, bei der alle anderen jedoch in den Hintergrund gedrängt werden. Hier wäre vielleicht noch mehr drin gewesen.

Da „Der Mädchenmacher“ der zweite Teil einer Reihe ist, könnte der erste Teil mehr Informationen zu Andersen und dem Ermittlern geliefert haben. Der Fall selbst ist abgeschlossen und kann unabhängig von den anderen Teilen gelesen werden.

Verlag: Goldmann Verlag
Seiten: 320
1. Auflage Originalausgabe Oktober 2014
ISBN: 978-3-442-48042-5

3 von 5 Schmetterlingen
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