Affenfutter

von Sebastian Stammsen

20180727 rezensionDer aktuelle Tatort ist der Krefelder Zoo, genauer gesagt, das Schimpansenhaus. Kriminalkommissar Markus Wegener und seine neue Kollegin Eva Kotschenreuth ermitteln in einem Mordfall, bei dem das Opfer erst einmal wieder „zusammengesetzt“ werden muss.

Abgesehen von der grausamen Tat und dem Zustand des Opfers handelt es sich bei „Affenfutter“ um einen ruhigen Kriminalroman. Die Spannung bleibt auf einem guten Niveau. Der Leser ist den Ermittlern nie voraus. Genau wie diese muss er überlegen und Fakten von falschen Fährten trennen.

Die einzelnen Charaktere sind gut ausgearbeitet, und ein ebenso guter Schreibstil sorgt für Lesevergnügen. Ausführlich beschreibt Autor Sebastian Stammsen die Begebenheiten und wie wichtig Teamarbeit bei der Ermittlung ist. Dass „Affenfutter“ Teil einer Reihe um Kommissar Wegener ist, merkt man beim Lesen nicht. Sein Privatleben spielt eher eine Nebenrolle. Der Fokus des Romans liegt auf den Ermittlungen.

Insgesamt ist „Affenfutter“ ein guter Krimi für entspannte Lesestunden, welche den Leser zu einem Ausflug in die Zoowelt mitnehmen. Ein bisschen Wehmut kommt während des Lesens auf, denn das beschriebene Affenhaus existiert seit einem Brand nicht mehr. Die im Roman genannten Tiere lebten auch in der Realität in diesem Affenhaus. Dieses Wissen schwirrte beim Lesen oft im Hinterkopf mit, wenn von den Tieren erzählt wurde.

Verlag: GRAFIT Verlag GmbH
Seiten: 315
Ausgabe 2014
ISBN: 978-3-89425-446-9

3 von 5 Schmetterlingen
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