Auris

von Vincent Kliesch nach einer Idee von Sebastian Fitzek

20180727 rezensionProfessor Matthias Hegel ist ein akustischer Profiler. Sein Spitznahme lautet „Auris“ – lat. „Das Ohr“. Er kann alleine anhand der Stimme einen Menschen identifizieren und ist sehr erfolgreich. Doch ausgerechnet er gesteht einen Mord und geht, ohne Widerstand zu leisten, ins Gefängnis. Dies findet die True-Crime-Podcasterin Jula Ansorge merkwürdig, und sie beginnt zu recherchieren. Doch je tiefer sie in den Fall einsteigt, desto größer wird die Gefahr für sie.

„Auris“ ist eines der Bücher, bei deren Rezension ich aufpassen muss, nicht versehentlich zu spoilern. Es geschieht so vieles, und erst später wird klar, wie die Dinge zusammenpassen. Das Lesen liefert ein ständiges Auf und Ab der Gefühle. Ist Hegel unschuldig? Wer will Jula bei ihren Ermittlungen unterstützen, wer aufhalten?

Während des Lesens stellen sich viele Fragen. Die meisten Wendungen werfen mehr Fragen auf, als sie Antworten geben. Einzelne Geschehnisse habe ich erahnen können, was die durchweg gute Spannung jedoch nicht gestört hat. Die Figuren sind gut ausgearbeitet. Während man Jula immer besser kennenlernt, bleibt Hegel ein seltsamer Charakter.

„Auris“ ist der erste Teil einer Reihe. Der Auftakt ist gelungen, mal abwarten, ob die Fortsetzung dieses Niveau halten kann.

Verlag: Droemer Taschenbuch
Seiten: 352
Originalausgabe Mai 2019
ISBN: 978-3-426-30718-2

4 von 5 Schmetterlingen
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