Armageddon Rock

von Georg R.R. Martin (Originaltitel: „Armageddon Rag“ // Übersetzung: Peter Robert)

Rückentext: „In jener apokalyptischen Nacht des Jahres 1971 starb eine Band, eine Legende, eine ganze Generation. Sechzigtausend Zuschauer haben es live miterlebt. Der Sänger der Nazgûl bricht, von der Kugel eines Scharfschützen getroffen, auf offener Bühne tot zusammen. Der Sommer der Liebe ist vorbei. Zehn Jahre später geschieht das Unglaubliche: Die Nazgûl sind zurück! Ein neuer Messias hat sie wiederaufleben lassen – doch ihre Musik hat sich in ein rasendes Requiem verwandelt und kündigt von Wahnsinn und Tod…“

Dies ist mal wieder eine Geschichte, bei der ich mich frage, ob der Verfasser dieses Rückentextes das Buch überhaupt gelesen hat. Was sich nach einem spannenden Krimi oder Thriller mit Grusel- und Rockfaktor anhört, hat mich auf ganzer Linie enttäuscht.

ACHTUNG – AB HIER SIND SPOILER ENTHALTEN

Es ist ein Journalist, welcher sich auf eine Reise in die Vergangenheit begibt. Seine angeblichen Recherchen führen ihn zu seinen Freunden aus längst vergangenen Zeiten. Diese Begegnungen machen einen Großteil des Romans aus und zieht diesen dadurch gefühlt in die Länge, immer größer wurde der „Langeweile-Faktor“. Da ich jedoch wissen wollte, was die Musik der Band mit Wahnsinn und Tod zu tun haben sollte, habe ich weitergelesen.

Die Charaktere waren oberflächlich dargestellt. Ich konnte zu keiner der Figuren auch nur ansatzweise eine emotionale Bindung aufbauen. Am besten ist die Beschreibung der Musik und die damit verbundene Stimmung. Spannung kam für mich nie auf. Es gibt keine Wendungen, die diesen Namen auch verdienen würden. Für mich ist „Armageddon Rock“ ein absoluter Flop, falsche Erwartungen aufgrund des Rückentextes sorgten für eine große Enttäuschung.

Verlag: Golkonda Verlag
Seiten: 391
Überarbeitete Neuausgabe 2014
ISBN: 978-3-944720-35-7

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