Wodka und Tigerente

von Lukas Hoffmann

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© mitteldeutscher verlag

Der Vater des 16-jährigen Alex wird erschossen. Unter Schock stehend fährt Alex mit dem 2CV seines Vaters zu seinem Freund Totti. Es entsteht ein Roadmovie, welches die beiden Kumpels bis nach Sibirien führt.

Dieser Roman ist irgendwie nicht Fisch, nicht Fleisch. Da wird ein Vater erschossen, und sein Sohn wartet nicht auf den Krankenwagen und die Polizei, sondern fährt von Heidelberg zu seinem Freund nach Österreich. Von dort startet dann das Abenteuer, die unbekannte Mutter von Alex zu finden.

Die beiden treffen während ihres Abenteuers auf die unterschiedlichsten Menschen, manche Begegnung ist jedoch sehr unwahrscheinlich in der Realität und wirkt an den Haaren herbeigezogen. Leider kann ich ohne zu spoilern nicht darauf eingehen.

„Wodka und Tigerente“ ist ein eher spannungsloser Roman. Die Figuren bleiben flach und farblos. Annehmbar sind die Beschreibungen von Landschaft, Bevölkerung und Pannen. Hier merkt man, dass der Autor bereits selbst mit Freunden und zwei 2CVs dort gewesen ist.

Aus diesen Erlebnissen hätte Lukas Hoffmann besser eine Reisebeschreibung mit Fotos gemacht, als eine fiktive Geschichte mit Mord und verschwundener Mutter zu entwickeln. Das Werk besteht für mich zudem aus einigen Logikfehlern, was das Lesen etwas nervig hat werden lassen. Der Mord war so beispielsweise eine Art „Einstieg“ in den Roman, und die Suche nach der Mutter diente zur Beschreibung der Reise und Erlebnisse.

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Ich danke dem Mitteldeutscher Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplars.

Der Roman von Lukas Hoffmann hat 240 Seiten (ISBN: 978-3-96311-385-7) und ist über die bekannten Online-Plattformen sowie dem örtlichen Buchhandel zu beziehen.

2 von 5 Schmetterlingen
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