Der Illusionist

von Steven Galloway (Originaltitel: „The Confabulist“ // Übersetzung: Benjamin Schwarz)

20180727 rezensionMartin Strauss leidet an einer seltenen neurologischen Krankheit, der Konfabulation. Diese Menschen wissen nicht, was wahr ist und was wirklich geschah. So ist Martin davon überzeugt, dass er den Magier Houdini persönlich kannte und ihn umgebracht hat.

Der Roman gibt dem Leser einerseits Raum, um über die philosophische Seite der Geschichte nachzudenken. Andererseits fand ich das Buch einfach nur langweilig. Die Gedanken, die sich der Leser machen darf und soll, handeln von der Realität und der Wahrheit. Jedoch ist die drumherum gebaute Geschichte langatmig und verwirrend.

Die Figuren bleiben blass, und einige Stellen der Geschichte ziehen sich beim Lesen unnötig in die Länge. Manchmal hatte ich das Gefühl, irgendetwas fehlt, um dem Verlauf des Romans weiterhin folgen zu können. Es gab keinen Spannungsbogen, welcher mich am Buch gehalten hätte.

Die Idee hinter dem Roman ist interessant und bietet gute Ansätze. Es ist schade, dass daraus nicht mehr gemacht wurde. Für mich fällt „Der Illusionist“ noch gerade in meine Kategorie „Geschmackssache“.

Verlag: btb Verlag
Seiten: 352
1. Auflage Deutsche Erstausgabe Februar 2017
ISBN: 978-3-442-71459-9

2 von 5 Schmetterlingen
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