Die Töchter der Tuchvilla

von Anne Jacobs

20180727 rezension

FORTSETZUNG von „Die Tuchvilla

Der Große Krieg hat 1916 aus dem Wohnsitz der Industrieellenfamilie Melzer ein Lazarett gemacht. Verwundete werden dort gepflegt. Gleichzeitig muss der Leben der Familie, ihrer Bediensteten und nicht zuletzt die Arbeit in der Fabrik irgendwie weitergehen. Es ist nicht einfach für Marie, in diesen Zeiten die Tuchfabrik zu erhalten. Je länger der Krieg dauert, desto mehr muss auch sie kämpfen.

Die Fortsetzung des Romans „Die Tuchvilla“ ist gelungen und fügt sich nahtlos an die voran gegangenen Geschehnisse an. Mehrere Handlungsstränge zu Beginn zeigen, was der Große Krieg aus Soldaten und Bevölkerung werden lässt. Auch, wenn Marie die eigentliche Hauptfigur ist, kommen die anderen Figuren nicht zu kurz, und einige übernehmen diese Rolle auch für einige Szenen. Alle entwickeln sich weiter und richten ihr Leben aufgrund der Ereignisse neu aus.

Autorin Anne Jacobs bringt diese Zeit der Umbrüche und Veränderungen dem Leser nahe. An einigen Stellen lässt der Roman jedoch etwas an Spannung vermissen. Er liest sich gut, und die hohe Seitenzahl sollte einen Leser nicht abschrecken. Die vielen Ereignisse fordern ihren Raum, um sich richtig entfalten zu können.

„Die Töchter der Tuchvilla“ ist der zweite Teil einer Reihe und verspricht einen guten nächsten Band.

Verlag: Blanvalet
Seiten: 736
17. Auflage Originalausgabe Dezember 2015
ISBN: 978-3-7341-0032-1

3 von 5 Schmetterlingen
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