Oben ist nicht immer oben

Eine Dame kam lächelnd auf Saskia zu. „Rosalinde Klein-Köcher mein Name“, stellte sich die Dame vor. „Ich möchte einen Personalausweis beantragen.“ „Dann drücken Sie am Automaten bitte den Knopf, neben dem „Bürgerbüro“ steht, oben am Monitor können Sie sehen, wann Sie dran sind. Nach Ihrem Aufruf gehen Sie vorne rechts durch die Tür an den Platz, zu dem Sie aufgerufen wurden“, sagte Saskia zu ihr.

Frau Klein-Köcher ging zum Automaten, zog eine Nummer, sah sich um und ging. Saskia wunderte sich zwar darüber, dachte sich aber nichts dabei, da der Warteraum gut besucht war und es noch dauern würde, bis Frau Klein-Köcher an die Reihe kommen würde.

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Bürgerinformation mit „Biss“

Saskia hatte gerade den Telefonhörer aufgelegt, als ein älterer Herr an den Tresen kam. Das ist nichts ungewöhnliches, denn an die Bürgerinformation des Rathauses kommen ständig ältere Herrn. Doch dieser Herr war etwas Besonderes und würde Saskia noch lange im Gedächtnis bleiben.

„Was kann ich für Sie tun?“, frage sie ihn höflich. „Ich hätte gern…“ weiter konnte er nicht sprechen, denn in diesem Moment gab es ein schmatzendes „Pflopp“-Geräusch und der Oberkiefer, besser gesagt die Zähne des Oberkiefers, landeten in einer Suppe aus Speichel mitten auf dem Tresen. „Pfuldigung“, schmatze der Herr und beförderte das Gebiss wieder an die Stelle, für die es eigentlich gedacht war.

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Kennt nicht jeder einen „Georg Müller“?

Als Nadine nach ihren zwei Wochen Urlaub wieder das Büro betrat, sah sie, dass dort ein Mann saß. Natürlich nicht auf ihrem Stuhl, sondern auf dem Praktikanten-Platz. „Guten Morgen, wollten Sie zu mir?“ begrüßte sie den Unbekannten. „Gestatten, Müller – Georg Müller. Ich bin ab sofort in der Firma für den Bereich Marketing / Absatzförderung tätig.“ stellte er sich vor und überreichte ihr seine Visitenkarte:

Wohin du auch gehst, sei immer als erster da“

Reisekaufmann
Fachkraft für Bürokommunikation

stand neben seiner Adresse auf dieser Karte drauf.

Ohne die Karte weiter zu beachten, setzte sich Nadine an ihren Schreibtisch und schaltete den Computer ein. Während sie ihre Post, welche auf dem Schreibtisch lag, durchlas, musterte sie Herrn Müller unauffällig. Er sah aus wie Ende 40, war etwas korpulent und übertrieben edel angezogen. Daneben schnaufte er etwas, was Nadine auf sein Übergewicht bezog. Immerhin waren sie im ersten Stock und der Mann wohl gerade erst die Treppe heraufgekommen. Diese Vermutung sollte sich allerdings schon bald als falsch erweisen, denn Müller nahm grundsätzlich immer den Fahrstuhl.

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