Zum 1. Advent

Advent Advent ein Lichtlein brennt
Die Oma schnell ins Kaufhaus rennt
Um sich zu schnappen einen Schinken
Die Verwandtschaft beginnt bereits zu winken
Lecker duftend landet das Fleisch auf dem Tisch
Auch die Kartoffeln und das Gemüse – superfrisch
Alle wollen speisen in Ruhe und Frieden
Da beginnt der Krach schon zu sieden
Statt des Genuss vom leck‘ren Braten
Ist die Stimmung aus den Fugen geraten
Es fliegen die Kartoffeln und die Soße
Der Pudding landet auf des Vaters Hose
Schlecht gelaunt und schnell im Trapp
Haut ein Großteil der Familie ab
Kein Hauch von Besinnlichkeit weit und breit
Die Oma aus Verzweiflung nur noch schreit
Ach wie toll ist die schöne Vorweihnachtszeit

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Alles eine Frage der Perspektive

Maria steht da und kann es kaum glauben
Diese Menschenmenge wird ihr den Atem rauben
Sie kommen in ihr Land und glauben es gehöre ihnen
Und Leute wie Maria haben natürlich zu dienen

Die Männer ziehen laut und grölend durch die Gassen
Und können es nicht lassen, die Frauen anzufassen
Sie kneifen und tatschen und küssen
Ohne dafür büßen zu müssen

Benehmen sich so fürchterlich und anstandslos
Marias Angst vor ihnen ist schon groß
Das Bild, welches diese Männer von Frauen haben
Verdreht nicht nur ihr den Magen

Frauen sind Freiwild und die Männer in Gruppen
Laufen und greifen sich diese Puppen
Egal ob die Frau möchte oder nicht
Doch es landet nie vor Gericht

Und auch die Kleidung dieser Menschen
Da kann man nur Geschmack bei wünschen
Denn daran kann man sie eindeutig erkennen
Einer von hier würde nie so herumrennen

Doch jetzt ist genug nachgedacht
An die Arbeit Maria sich macht
Ihr Dirndl noch schnell zu recht gezupft
Und einmal ins Taschentuch geschnupft

Maria ist jedoch nicht in Bayern zu Haus
Sie hilft in der Wirtschaft ihres Vaters aus
Die steht auf einer Insel wohlbekannt
Wird Mallorca von allen genannt

Weihnachtsbesuch

O weh, es ist schon wieder Weihnachten
wir müssen bei der Verwandtschaft übernachten
und ihre Kleinen, unerzogenerweise
sind überhaupt nicht ruhig und leise

sie laufen über Tische und Bänke
ja, springen sogar auf die Schränke
sie hüpfen zu uns auf das Gästebett
das finden wir überhaupt nicht nett

Gemecker, wenn kein Essen kommt
und zwar dalli dalli prompt
ihre Haare fliegen durch das ganze Haus
auch auf unsere Wäsche – welch ein Graus

Ach, hab ich bereits erwähnt, es ist schon wieder Weihnachten
wir müssen bei der Verwandtschaft und ihren Katzen übernachten