Blauäugig – Ein Provinz-Krimi aus Niedersachsen

von Beate Winter

20180727 rezensionNach acht Jahren im Gefängnis lebt Richard Wehmeier seit fünf Wochen wieder in Freiheit. Er erhält einen Anruf. Eine ihm unbekannte Person möchte sich mit ihm treffen, denn es gibt Informationen darüber, dass Wehmeier die kleine Betti damals nicht umgebracht hat. Doch im Haus, zu dem er kommen sollte, ist niemand. Die Tür steht offen, und er geht hinein. Kommissar Kilian Frommelt hat es mit der Kinderleiche von Lisa Brandes zu tun. Das Mädchen wohnte mit seinen Eltern in dem Haus, welches Wehmeier betreten und Spuren hinterlassen hat. Die Ermittlungen gegen ihn beginnen. Weiterlesen „Blauäugig – Ein Provinz-Krimi aus Niedersachsen“

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Die Petrusmünze

von Daniel Holbe

20180727 rezensionRobert Garnier soll vor dem Papstpalast in Avignon seinen Vater getötet haben. Aus dem Gefängnis heraus nimmt er Kontakt zu der deutschen Historikerin Marlene Schönberg auf. Garnier behauptet, Informationen über eine Reliquie zu haben, die im Vatikan für Aufruhr sorgen könnte. Marlene nimmt die Ermittlungen nach der sogenannten Petrusmünze auf. Denn genau an dieser Münze soll man den wahren Papst erkennen. Weiterlesen „Die Petrusmünze“

Bei Totschlag drücken Sie die #-Taste

Kurioses aus der Polizeinotrufzentrale
von Steel

20180727 rezensionWer glaubt, dass die Notrufnummer 110 wirklich nur in Notfällen angerufen wird, der irrt sich gewaltig. Der anonyme Autor „Steel“ hat eine Sammlung der Anrufe zusammengetragen, die definitiv nicht unter den Begriff „Notfall“ fallen. So soll Hilfe bei der Suche nach einem verlorenen Handy oder anderen Gegenständen geleistet werden. Oder es wendet sich ein Stalkingopfer an den Notruf, weil es von einer Katze verfolgt wird.

Das Buch wäre zum Lachen, wenn diese Anrufe frei erfunden wären. Dem ist jedoch nicht so, wie der Autor im Vorwort erklärt. Gegen die Realität kommt keine Fantasie an. Bei mir sorgen die geschilderten Situationen eher für Verärgerung, und ich rege mich über die Naivität oder Blödheit der Anrufer auf. Die Mitarbeiter in den Notrufzentralen werden wohl eher zustimmend nicken und bestätigen, dass genau solche Anrufe Alltag sind.

Als Leser kann man nur mit dem Kopf schütteln und den Glauben an die Vernunft der Mitmenschen verlieren, falls man diesen überhaupt je hatte. Es ist gut, dass diese ganzen Erlebnisse von Steel festgehalten und veröffentlicht werden. Leider wird das Buch nicht die Menschen erreichen, die wegen der Auskunft einer Telefonnummer den Notruf wählen.

An einigen Stellen hat der Autor auch Auszüge aus dem Strafgesetzbuch eingefügt, die zeigen, welche Strafen bei Missbrauch der Notrufnummer den Anrufer erwarten. Dies verdeutlicht dem Leser, dass es tatsächlich ein Straftatbestand ist, beispielsweise als Mutprobe die Nummer wählen.

Es ist ein gutes Buch, welches verdeutlicht, wozu die 110 NICHT gewählt werden sollte. Denn diese Leitung hat, genau wie die 112, für echte Notfälle frei zu bleiben.

Verlag: Piper Taschenbuch
2. Auflage April 2012
Seiten: 184
ISBN: 978-3-492-27339-8

3 von 5 Schmetterlingen
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