Die Inschrift

von Alexandra Sokoloff (Originaltitel: „The Harrowing“)

Die Außenseiterin Robin Stone hat ihr erstes Semester am College. Da sie aus nicht ganz einfachen Familienverhältnissen stammt, bleibt sie während Thanksgiving im Wohnheim. Dort trifft sie auf weitere Studenten, ebenfalls Außenseiter.

Alkohol und ein Joint machen die Runde. Dann entdecken sie ein altes Hexenbrett und spielen damit. Aus dem anfänglichen Spaß wird jedoch bald Ernst, denn es gibt scheinbar einen Geist, der mit ihnen kommuniziert. Während ein Teil der Gruppe dieses Ereignis rational angeht und nach Erklärungen sucht – wer hat das Brett manipuliert? – stellt sich heraus, dass es diesen Geist tatsächlich zu geben scheint.

„Die Inschrift“ hat bei mir weder Spannung noch Grusel hervorgerufen. Alles, was geschieht, ist vorhersehbar und klischeehaft. Auf dem Roman steht eine Empfehlung, dass es ein Roman „mit Gänsehaut-Garantie“ sein soll. Eine Gänsehaut stellte sich bei mir während des Lesens jedoch nicht ein.

Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten. Die Detailbeschreibungen zu Gebäude und Geschehen sind in Ordnung – und natürlich fehlen weder Sturm, Regen noch Stromausfall in dieser Geschichte. Die bekannten Zutaten für einen Gruselroman wären somit rezeptgenau eingehalten. Das daraus entstandene Gericht war leider fade und, wäre da nicht die Hauptperson „Robin“, ein Flop. Ihre Gedanken und Gefühle wurden jedoch gut ausgearbeitet und dargestellt, was der einzige Pluspunkt dieses Romanes ist.

2 von 5 Schmetterlingen
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